Azubiprojekt 2025: „Black Paw“ – Ein Etikett für den Tierschutz
- Beitragskategorie #teamkd, Ausbildung & Karriere, Materialien, Veredelungsmöglichkeiten
Das Azubiprojekt 2025 bei Krämer Druck war nicht nur eine kreative Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, den Teamgeist zu stärken und die Auszubildenden über ihre üblichen Tätigkeiten hinaus in andere Abteilungen und Aufgabenbereiche blicken zu lassen. Die Azubis hatten dabei die Freiheit, ihr eigenes Etikett zu gestalten, wobei sie nicht nur im Design, sondern auch in der Konzeption und Ausführung komplett selbstständig waren.
Warum dieses Projekt?
Ein solches Projekt fördert nicht nur die praktischen Fertigkeiten der Auszubildenden, sondern auch das Miteinander der verschiedenen Ausbildungsberufe. Sie mussten über den Tellerrand hinausblicken, in andere Tätigkeiten hinein schnuppern und gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Es stärkt das Verständnis für die anderen Ausbildungsberufe und gleichzeitig den Teamgeist.
Ein wichtiger Aspekt war zudem, dass die Azubis nach dem ersten Projekt schnell ein klares Ziel vor Augen hatten: Sie wollten nicht nur ein Etikett entwerfen, sondern auch einen guten Zweck damit verbinden. So entstand die Idee, den alkoholfreien Sekt zu verkaufen und den Erlös einem wohltätigen Zweck zukommen zu lassen. Die Wahl fiel auf den Tierschutz in der Region.
Das Ergebnis: „Black Paw“
Als Grundlage entschieden sie sich für einen alkoholfreien Sekt der Marke Dr. Loosen, in einer streng limitierten Auflage von nur 150 Flaschen. Das Etikett trägt den Namen „Black Paw“, was auf die schwarzen Tiere anspielt, die nicht selten besonders schwer zu vermitteln sind und oft länger im Tierheim bleiben. Gleichzeitig ist der Name eine Hommage an die „schwarzen Künstler“, die Gesellinnen und Gesellen des Druckerhandwerks und begleitender Berufe, wie beispielsweise die Mediengestalter, die unsere Azubis bald sein werden.
Die Gestaltung des Etiketts kann sich sehen lassen: einzigartig und modern. Im Graffiti-Stil ist eine Wand mit verschiedenen Tieren zu sehen, die von den Azubis gewählt wurden – jedes Tier wurde mit einem Relieflack veredelt, um es hervorzuheben. Der Schriftzug „Black Paw“ wird durch eine mehrstufige 3D Heißfolienreliefprägung besonders betont, mit zusätzlichen Pfotendetails, die dem Design eine besondere Tiefe verleihen. Hinter dem Schriftzug ist eine große Pfote als Debossing sichtbar. Eine weitere Besonderheit ist die besondere Stanzform des Etiketts, die zusammen mit den Mauerfugen in Deckweiß dem Etikett eine zusätzliche haptische und visuelle Dimension verleiht.
Fazit: Ein Projekt mit Herz und Kreativität
Wir finden das Ergebnis sehr gelungen und es zeigt, was in unseren Auszubildenden steckt. Sie haben nicht nur ihre Fähigkeiten im Bereich der Etikettengestaltung unter Beweis gestellt, sondern auch ein Zeichen für den Tierschutz gesetzt. Die Flaschen des „Black Paw“-Sekts werden nun innerhalb der Firma verkauft, und der Erlös kommt dem lokalen Tierschutzverein „Förderverein Eifeltierheim“ zugute.
Wir sind stolz auf das Ergebnis und die großartige Zusammenarbeit unserer Auszubildenden und freuen uns auf viele weitere Projekte dieser Art, die nicht nur fachliche, sondern auch soziale Verantwortung fördern.
„Ich fand es besonders gut, dass uns freie Hand gelassen wurde und wir alle Schritte des Projekts auch eigenständig planen konnten. Das hat in der Gruppe super funktioniert und wir sind total stolz auf das Ergebnis“
René Kapfenberger
3D-Reliefheißfolien Prägung mit Pfotendetails & Debossing
Der Schriftzug „BLACK PAW“ wurde mit einer mehrstufigen 3D Heißfolienprägung veredelt. Das Besondere an dieser Prägung sind die kleinen Pfoten in den Buchstaben. Bei der Folie haben sich die Auszubildenden für eine metallisch schimmernde Hologrammfolie der Firma KURZ entschieden. An dieser Stelle vielen Dank an die Firma KURZ für das Bereitstellen der Folie für dieses besondere Projekt.
Außerdem ein echter Hingucker: Die große Pfote hinter dem Schriftzug wurde in einem Debossing in das Papier hinein geprägt.
3D Relieflack und Deckweiß
Im Siebdruckverfahren wurde hinter die Mauerfugen Deckweiß gelegt. Außerdem wurden die Tiere mit transparentem 3D Relieflack veredelt. Jedes der Tiere steht für einen der mitwirkenden Azubis. Beim Tier stehen jeweils die Initialen. Danke an die Firma Siebdruckbedarf Schmitz für den kostenlosen Glitzerlack, der ursprünglich für die Veredelung der Tiere angedacht war.
Die Stanzform des Etiketts greift die Mauer mit auf. Kleine Heißfoliendetails in den Mauerfugen in Dunkelblau sorgen für einen weiteren Hingucker.
Heißfolie flach und Laserstanzung
In einem zweiten Durchgang wurde eine dritte Heißfolie aufgebracht. Hier wurden mithilfe eines Lasers Löcher ausgelasert: KD 2025.
Welche Schritte waren nötig, um das Etikett zu produzieren?
- Konzeptionsphase: In dieser ersten Phase war es wichtig, dass sich die Azubis über die Ziele des Projekts klar wurden. Es wurden erste Skizzen gemacht, Ideen ausgetauscht und eine klare Vision entwickelt, wie das Etikett später aussehen sollte. Das Konzept sollte nicht nur die Tierheim-Thematik aufgreifen, sondern auch das handwerkliche Können und die Kreativität der Azubis widerspiegeln.
- Designphase: In dieser Phase setzten die Azubis ihre Ideen in konkrete Entwürfe um. Verschiedene Tiere wurden gewählt, es folgten Abstimmungen und Feedbackrunden, in denen die Azubis sicherstellten, dass alle Details – von den Pfoten im Design bis hin zu den Schriftzügen – perfekt aufeinander abgestimmt sind.
- Daten aufbereiten in der Druckvorstufe: Nachdem das Design fertig abgestimmt war, mussten alle Daten für den Druck vorbereitet werden. Erfahrene Kolleginnen und Kollegen standen unseren angehenden Mediengestalterinnen in diesem Schritt zur Seite. Denn präzise Vorbereitungen sind für ein gelungenes Endprodukt essenziell.
- Werkzeuge bestellen und herstellen: Für die Veredelung und die spezielle Stanzform des Etiketts wurden in dieser Phase maßgeschneiderte Werkzeuge bestellt. Dazu gehörten unter anderem Sieb- und Prägewerkzeuge, die für das Deckweiß, den Relieflack und die Heißfolienprägungen notwendig waren. Außerdem mussten für die spezielle Form des Etiketts geeignete Stanzen gefertigt werden. In dieser Phase hatten die Azubis auch einen Einblick in die Siebherstellung in unserer Arbeitsvorbereitung.
- Druck: In der Druckphase wurden die Etiketten endlich produziert. Hier kamen alle vorbereiteten Daten und Werkzeuge zum Einsatz. Die Azubis konnten live mit anpacken, wie ihre Entwürfe in die Realität umgesetzt wurden – vom Druck bis hin zu den fein abgestimmten Veredelungsschritten mit Deckweiß, Relieflack und Heißfolien.
- Etiketten aufbringen: Aufgrund der kleinen Auflage haben unsere Auszubildenden die Etiketten per Hand aufgebracht. Aufgrund der Größe des Etiketts war echtes Fingerspitzengefühl gefragt!
- Wein verkaufen für einen guten Zweck: Die streng limitierten Flaschen des „Black Paw“-Sekts werden nun innerhalb der Firma verkauft. Der Erlös geht an den Tierschutz. Wir werden dazu weiter berichten!
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